Kimchi-Zubereitung: Alles gärt

Im ersten Schritt wurde der kleingeschittene China-Kohl gesalzen und mit einem Teller beschwert: Das mit dem Zellenaufbrechen scheint auch ganz gut funktioniert zu haben. Ein wenig ratlos macht das Rezept  in Punkto Flüssigkeit: Eigentlich soll der Kohl komplett mit Wasser bedeckt sein, da nur so gewähleistet wird, dass kein Schimmel (also der Sauerkraut-Tod) entsteht. Die Salzlake bzw. das Zellwasser muss jedoch abgekippt werden, sonst wird die Plörre zu salzig. Wo soll also die Flüssigkeit herkommen?

Jedenfalls scheint es ordentlich zu gären: Die Mitbewohnerin hat bereits angekündigt auszuziehen, wenn ich das „Gestinke“ nicht zur Weitergärung in den Garten bringe. Wer noch einen Tontopf hat, könnte den ja zur Oktober-Gärbar am 3.10. (war da was?) mitbringen. Dann könnte der stilecht im Garten vergraben werden.  Tatsächlich ist das Kimchi schon jetzt sehr schmackhaft. Es ist noch nicht sehr gesäuert, aber das wird.

Alle Zutaten gären nun vor sich hin und verströmen ein feines Aroma
Alle Zutaten gären nun vor sich hin und verströmen ein feines Aroma (entschuldigt bitte das schlechte Handy-Foto)

 

Kimchi: Sauerkraut auf Koreanisch

Wir sind bekanntlich mit dem Anspruch angetreten, alle gärungsbetreffenden Fragen zu behandeln und uns nicht nur aufs Bier zu beschränken. Bier finden wir aber so gut und so erfüllend, dass die Motivation ziemlich gering war, für andere gärungsrelevanten Themen Ressourcen zu mobilisieren. Damit ist jetzt Schluss!

In den nächsten Tagen werden wir den Prozess der Kimchi-Herstellung hier im Blog dokumentieren. Kimchi ist unter Michsäuregärung vergorenes Allerlei, zumeist Chinakohl. Wir probieren einfach mal dieses Rezept aus und laden dann zur Verkostung in die „Alles Gärbar“ im Oktober. Die meisten Zutaten liegen schon in der Gärküche bereit. Nur frischer Knoblauch fehlt noch.