Hallo Bochumer SPD,

es mag für dich kein Geheimnis sein, dass wir dich schon (fast) immer kacke fanden. Das muss aber erstens nicht heißen, dass das immer so sein muss, und zweitens soll dich das nicht dazu auffordern, uns in unserer Meinung durch dein Handeln zu bestätigen.
Dir ist bestimmt längst klar, dass es um die Zweckentfremdungssatzung in Bochum geht. In unserem letzten Editorial hatten wir noch das sozialdemokratische Märchen wiedergegeben, wonach die Bochumer SPD noch keine feststehende Meinung zur Zweckentfremdungssatzung hätte und deshalb die Entscheidung im Rat der Stadt vertagt wurde – das war vor der Bundestagswahl. Nach der Bundestagswahl ging es dann ganz schnell: Die Zweckentfremdungssatzung wurde abgelehnt, obwohl die Basis der SPD in den Bezirksvertretungen mehrheitlich dafür votiert hat.
Wer am Boden liegt, soll nicht weiter gescholten werden. Aber was glaubt ihr eigentlich, wieso die SPD erst in ihrem sog. Stammland NRW und dann bei der Bundestagswahl so abgeschissen ist? Wieso gelingt es der SPD noch nicht einmal mehr, ihre Stammwählerschaft zu mobilisieren? Wir verraten euch jetzt mal was: Eine Sozialdemokratie, die keine sozialdemokratische Politik macht, braucht kein Mensch. Und dadurch, dass ihr euch in den Dienst der Wohnungswirtschaft stellt, die am Ende des Tages von einem engen Wohnungsmarkt am meisten profitiert, verstärkt ihr nicht gerade eure Glaubwürdigkeit. Aber das habt ihr ja schon selbst gemerkt, oder?
Prost
Deine Gärbar-Crew

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