Lieber ein Glasregime als ein gläserndes Regime

In belgischen Kneipen gibt es zu jedem Bier ein spezielles Glas. Dort legen sich die Brauereien mächtig ins Zeug, um das Bier angemessen zu präsentieren. Hierzulande wird das Glas ja bekanntlich nicht immer geschätzt. Welche ordentliche Punkerin mag ihr Bier schon aus dem Glas?

Doch auch in einer Bochumer Kneipe, in der es bekanntermaßen gute Biere gibt, mussten wir es schon mit ansehen, wie z. B. das Orval (das beste Trappistenbier) aus der Flasche getrunken wurde. Also bitte!? So etwas würde es in der Gärbar nicht geben. In der Gärbar gibt es das Orval nur aus dem Abteibier-Kelch. Und falls wir keinen mehr da haben, eben aus dem Weinglas.

Die Mühe ums Glas hat so seinen Preis. Zumindest ist es nicht immer ganz einfach, das richtige Glas zu erwischen. Hier stoßen zum Teil auch Weltanschauungen aufeinander. Deshalb gibt es manchmal Irritationen hinter der Theke. Und deshalb zeigen wir das „richtige“ Glas nun neben der Bierbeschreibung an. So ist alles schön transparent.

Grundsätzlich gilt: Mit einem Weinglas machtst du nie etwas verkehrt. Es sieht gut aus und durch die verjüngte Öffnung kann sich das Bouquet (dafür wurde es schließlich gemacht) optimal entfalten.

Was wollen wir mehr?

 

PS: Im pdf findest du einen Vorgeschmack aufs neue Layout der Bierkarte. 😉

Juli2015