Samstag: SZ-Sommerfest im Schutz der Gärbar

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Gewitter, Schauerneigung, hohe Regenwahrscheinlichkeit: Alles Begriffe und komische Bezeichnungen eines Zustandes, der das SZ-Sommerfest gefährden will. Aber nicht mit uns! Die Gärbar beim heutigen SZ-Sommerfest bietet Schutz, Unterstand und Wohlfühlpflege. Feuchtigkeit kann sich auch anders anfühlen! Wahre Wärme kommt von innen!

Ab 14 Uhr geht es los mit dem Fest auf dem Platz. Mehr zum Sommerfest gibt es auf den Seiten des SZ. Wer nicht weiß, wo’s lang geht:

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Designer-Biere in Farbe

pantone-bierDesigner-Biere sind ja heute populär als Craft-Biere bekannt. DesignerInnen selbst gefallen vor allem die Farben der Biere. Designer-Biere trinkende DesignerInnen sind selten, meist stehen DesignerInnen mit Becks-Gold oder anderen farbigen Flaschen in und vor Hipster-Kneipen. Hier aber hat offenbar mal ein Designer-Biere mögender spanischer Designer namens Txaber die Farben der Biere nach außen getragen: auf die Gefäße. Die Farben der Biere lassen sich demnach nicht nur nach der EBC-Skala bestimmen, sondern auch nach dem Pantone-Fächer.

Apropos Designer-Biere: Vielleicht ist die Bezeichnung für Pale Ale bis Imperial Stout etwas vermessen, schließlich handelt es sich um traditionelle Stile, nicht um Neuschöpfungen. Designt, sprich gestaltet, sind aber heute die meisten neuen Biere dieser Art, nicht nur weil es traditionelle Ales und Lager kaum noch gibt, sondern weil sich auch mit dem so genannten feschen Craft-Brewing ein extremes Überdesign dieser Stile eingestellt hat: das extrem hopfige Pils, das super-cremige Stout. Das ist zum einen eine Entwicklung, die uns gefällt, weil es immer neue Varianten zu entdecken gibt und die Vielfalt der Welt feiert, zum anderen macht uns das aber auch auf gewisse Weise skeptisch. Warum bleibt noch zu diskutieren.

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Kimchi-Zubereitung: Alles gärt

Im ersten Schritt wurde der kleingeschittene China-Kohl gesalzen und mit einem Teller beschwert: Das mit dem Zellenaufbrechen scheint auch ganz gut funktioniert zu haben. Ein wenig ratlos macht das Rezept  in Punkto Flüssigkeit: Eigentlich soll der Kohl komplett mit Wasser bedeckt sein, da nur so gewähleistet wird, dass kein Schimmel (also der Sauerkraut-Tod) entsteht. Die Salzlake bzw. das Zellwasser muss jedoch abgekippt werden, sonst wird die Plörre zu salzig. Wo soll also die Flüssigkeit herkommen?

Jedenfalls scheint es ordentlich zu gären: Die Mitbewohnerin hat bereits angekündigt auszuziehen, wenn ich das „Gestinke“ nicht zur Weitergärung in den Garten bringe. Wer noch einen Tontopf hat, könnte den ja zur Oktober-Gärbar am 3.10. (war da was?) mitbringen. Dann könnte der stilecht im Garten vergraben werden.  Tatsächlich ist das Kimchi schon jetzt sehr schmackhaft. Es ist noch nicht sehr gesäuert, aber das wird.

Alle Zutaten gären nun vor sich hin und verströmen ein feines Aroma
Alle Zutaten gären nun vor sich hin und verströmen ein feines Aroma (entschuldigt bitte das schlechte Handy-Foto)

 

Kimchi-Zubereitung: Step One

Die Zutaten fürs Kimchi sind nun alle zusammen. Im Grunde braucht man nur Chinakohl,  Zwiebeln, Knoblauch und Chili. Im ersten Schritt wird der Kohl klein geschnitten, was eine sehr gesellige Angelegenheit werden kann. In Korea ist die Kimchi-Herstellung oft ein soziales Event.

Das ist eigentlich alles, was man für Kimchi braucht
Das ist eigentlich alles, was man für Kimchi braucht

Den geschnittenen Kohl habe ich in einer Schüssel mit Salz gemischt. Hoffentlich war es nicht zu viel Salz. Anschließend wurde ein wenig Druck auf die Salz-Kohl-Mischung ausgeübt. Ich habe einen passenden Teller genommen und ein altes, mit Wasser gefülltes Gurkenglas. Ziel der Übung ist, die Zellen aufzubrechen. Morgen sollte der Saft ausgetreten sein.

Kohl in der Schüssel mit Beschwerungstechnik
Kohl in der Schüssel mit Beschwerungstechnik

 

 

 

 

Kimchi: Sauerkraut auf Koreanisch

Wir sind bekanntlich mit dem Anspruch angetreten, alle gärungsbetreffenden Fragen zu behandeln und uns nicht nur aufs Bier zu beschränken. Bier finden wir aber so gut und so erfüllend, dass die Motivation ziemlich gering war, für andere gärungsrelevanten Themen Ressourcen zu mobilisieren. Damit ist jetzt Schluss!

In den nächsten Tagen werden wir den Prozess der Kimchi-Herstellung hier im Blog dokumentieren. Kimchi ist unter Michsäuregärung vergorenes Allerlei, zumeist Chinakohl. Wir probieren einfach mal dieses Rezept aus und laden dann zur Verkostung in die „Alles Gärbar“ im Oktober. Die meisten Zutaten liegen schon in der Gärküche bereit. Nur frischer Knoblauch fehlt noch.

Danke und bis Oktober

Der Sommer ist  rum, die nächste Alles Gärbar gehört bereits dem Herbst. Für die letzte Gärbar wollen wir uns höflichst bedanken. Uns motiviert es ungemein, dass stets neue Gesichter an diesem Abend in unserem selbstverwalteten Zentrum zu entdecken sind und dass alte Gesichter stets neue Biere entdecken.  Es hat schon etwas sinnliches hinter der Theke zu stehen, bestes Bier auszuschenken und meist in glückliche Gesichter zu schauen.

Nicht jedes Bier kann beim Publikum ankommmen. Das erwarten wir auch nicht. Oder besser formuliert: Wir sind schon einigermaßen überrascht, wie wenig über unsere Bierauswahl gemeckert wird, zumal die sauren Biere nicht immer schlecht ankommen. Dennoch: Der Star des Abends, die Gose aus Leipzig, hat polarisiert. Wen wundert es?

Wir haben noch tolle Biere von de Molen aus Holland in petto bzw. im Keller. Da freuen wir uns. Vielleicht gibt es auch einen Brau-Workshop. Mal sehen, wie die Ressourcen so stehen. Falls  du Ahnung hast vom Brauen und dich angesprochen fühlst, dann komm doch vorbei und erzähle wie es geht, aus Getreide ein komplexes Getränk zu machen.

Prost