Alle reden über das Wetter

Dem Hopfen geht es gar nicht gut dieses Jahr. Wen wundert es. Eigentlich ist der Hopfen, der aus der Familie der Hanfgewächse stammt (angeblich soll frischer weiblicher Hopfen geraucht ein wenig knallen, der Hopfen-Tee wirkt beruhigend), eine sehr wuchstarke Pflanze, die sich mehrere Meter hoch an Waldrändern und Autobahnen allem emporschlingt,  was sich dem Hopfen anbietet. Natürlich kann man mit wildem Hopfen auch brauen. Das Ergebnis ist immer ein wenig experimentell, weil man meist  die Bitterkraft des Hopfens, wenn man das so sagen kann, nicht beziffern kann. Da braucht es schon ein wenig Erfahrung, um den Hopfen richtig zu dosieren. Mit wildem Hopfen zu brauen, ist noch aus einem zweiten Grund nicht so beliebt: Die wilden weiblichen Dolden, die das gewünschte Lupulin enthalten, sind im Gegensatz zu ihren kommerziell angebauten Schwestern befruchtet worden und enthalten in Folge dessen, fett- und proteinreiche  Samen. Fett und Proteine sind Gift für den Schaum auf Bier und Bier ohne Schaum wollen die meisten nicht. Aber dieses Jahr sieht der wilde Hopfen eh nicht gut aus.

Hopfen im August

Das Bild zeigt eine ziemlich verkümmerte Pflanze, die zwischen den anderen Gewächsen kaum auszumachen ist. Wollen wir hoffen, dass es diesen Freitag in der Alles Gärbar weniger trüb zugeht.

Bis Freitag